simon pfeffel
parsing behavior
2.8.–6.9. 2014

Eröffnung: 2.8. 2014  18 – 21 h mit Performance türen schließen #3
Einführung: Prof. Else (twin) Gabriel, Weißensee Kunsthochschule Berlin

Die galerie burster startet ihr Ausstellungsprogramm mit parsing behavior, einer ersten Einzelausstellung in Berlin von Simon Pfeffel, bis 2012 Absolvent an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe u.a. bei Prof. Silvia Bächli. Der Künstler zeigt skulpturale und medienbasierte Arbeiten neben einer Performance beim Opening am Samstag 2.8. 2014 und im Rahmen der BERLIN ART WEEK am 20.9. 2014 ab 19 Uhr.

Anregungen zu seinen aktuellen skulpturalen Arbeiten holte sich der junge Künstler u.a. von der im Jahr 2011 unternommenen Reise nach Mexiko-City. In einer ökonomisch und wirtschaftlich prekären Region, in der die Menschen gezwungen sind kreativ zu handeln, um ihren täglichen Lebensunterhalt zu finanzieren, ist es umso wichtiger innovative Lösungen zu finden. Von der Reise inspiriert entwickelte Simon Pfeffel seine Marktstand-Objekte, die aus einem modularen Stecksystem bestehen, welches ihnen eine ständige Veränderung und Erweiterung ermöglicht. So erobern sie sich Stück für Stück neuen Raum, expandieren je nach Notwendigkeit oder Möglichkeit. Diese Skulpturen funktionieren nicht als abgeschlossene Systeme, sondern bieten vor allem Raum zum Weiter-Denken.

Simon Pfeffel zeigt beim Opening und im Rahmen der BERLIN ART WEEK mit türen schließen #3 und volition #5 zwei seiner 1-1,5 stündigen Performance. Seine Performance ist dem skulpturalen Werk gleichwertig, ein Übergang durch den modularen Aufbau seiner Skulpturen fließend zu bewegten Objekten. Wieder greift er alltägliche Situationen auf, die ihn nachhaltig beschäftigen. Einfache Handlungen werden durch eine dauerhafte Wiederholung, die sich über Stunden bis zu Tagen hinziehen kann, komplex. „Bei diesem egozentrischen Akt, der eine völlige Konzentration auf mich selbst erfordert, lasse ich den Betrachter Voyeur spielen. Während ich physisch und mental an meine Grenzen gehe, muss ich gegen den Drang ankämpfen aufzugeben, den Gedanken beiseite schieben am Ende der Kräfte zu sein.“, so der Künstler. Am Ende wird der Betrachter oder die Betrachterin, vorausgesetzt er hat sich auf diesen Prozess eingelassen und nicht schon vorher aufgegeben, von einer Anspannung erlöst, die er bis dahin nur an dem Performer beobachtet hat.


pressemitteilung
booklet
Einladung