johan lorbeer
Markus f. Strieder
Petra deta weidemann
3 positions of sculpture
29.4.–6.6. 2015

kuratiert von Sibylle Wagner

eröffnung: 29.4. 2015  18 – 21 h
einführung: Bazon Brock, Professor für Universalpoesie

Mit der Ausstellung 3 positions of sculpture präsentiert die galerie burster ihre erste kuratierte Ausstellung. Sibylle Wagner bringt unterschiedliche Standpunkte zusammen, die eine Grenzerfahrung zum Thema Skulptur markieren. Die drei Künstler erweitern durch die Umwandlung von Materie oder Positionsveränderung ihres Körpers die Wahrnehmung für den Raum.

Johan Lorbeer, Professor an der UdK Berlin, tut dies als „Lebendskulptur“. Lorbeer schwebt anscheinend an der Wand, hat durch sein Um-Positionieren im Raum ein Kunstwerk aus sich selbst gemacht. Der Betrachter wird in seiner Wahrnehmung irritiert, so dass er innehalten muss: das Gesetz der Schwerkraft funktioniert nicht mehr, ein Aussetzen von Zeit, für den Moment der Beobachtung. Performance und Skulptur bilden eine spannungsgeladene Einheit.

Markus F. Strieder, geboren in Österreich, verblüfft mit monumentalen Stahlquadern, geschmiedeten Ringen oder zu Körpern transformierten Linien. Geerdet und weich scheinen sich archaische Formen aneinander zu schmiegen, scheinbar spielerisch rollen sich Stahlskulpturen auf dem Boden, doch die Leichtigkeit täuscht. Die Ahnung um das ungeheure Gewicht der Arbeiten, bis zu 400 kg, bringt unser Wissen physikalischer Gesetze ins Wanken.

Petra Deta Weidemann, die jüngste der 3 Positionen, fordert einen dazu heraus, neue Seherlebnisse zuzulassen, Assoziationen zu Raum, Wohnraum, zur eigenen Verortung sind Themen ihrer Arbeit. Ihre Betontafeln erscheinen spielerisch und leicht mit der Schnur (Linie) als Bezugssystem. Mit Titeln wie „das Wetter kommt später“ oder „anders als daheim“ kommt, wie bei Lorbeer, auch bei Weidemann ein ironischer Aspekt zur Kunst hinzu, eine Verführung zum Schmunzeln.


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