Hirofumi Fujiwara
Gary Schlingheider
utopians & playgrounds
16.3.–14.4. 2018
galerie burster, berlin

Eröffnung: 16.3. 2018  19 – 21 h

Wir freuen uns, mit Utopians & Playgrounds die erste gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler Hirofumi Fujiwara und Gary Schlingheider in der galerie burster Berlin zu präsentieren.

Hirofumi Fujiwara (*1984 in Hiroshima, Japan) graduierte 2015 als Meisterschüler von Prof. Stephan Balkenhol an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Seine aus Ton und Kunststoff modellierten Figuren stehen, sitzen oder liegen im Raum, in sich ruhend, transparente Mauern umgeben ihre zerbrechlichen Körper. Fujiwaras Utopians sind Schwärmer; sie zeugen von einer romantischen Sehnsucht nach Unerreichbarem, sie bewegen sich zwischen den Welten. Ihr kontemplativer Blick ins Unbestimmte gerichtet, tragen sie Referenzen des japanischen wie auch europäischwestlichen Kulturkreises mit sich.

Sie scheinen jugendlich und doch alterslos, androgyn und losgelöst von jeglichen Stereotypen – isoliert vom Diesseits, aber doch ganz im Moment, im So-Sein verankert. In unserer sich immer schneller bewegenden, stets nach Modifikation ausgerichteten Gesellschaft verkörpern Fujiwaras Utopians zugleich Sehnsucht und Ideal.

Gary Schlingheider (*1983 in Detmold, Deutschland) beendete sein Studium an der Universität der Künste Berlin 2017 als Meisterschüler von Prof. Christine Streuli. Im selben Jahr gewann er den Meisterschülerpreis des Präsidenten sowie den Diffring Preis für Skulptur. In Schlingheiders Arbeiten, sowohl den Stahlobjekten der Serien 30mm, Playground und 3Dplus, wie auch in seiner Malerei, treffen ästhetische Reduktion und kraftvoll minimalistische Formsprache aufeinander. Er bewegt sich stets zwischen Installation, Skulptur und Malerei, zwischen Raum, Form und Farbe, zwischen Ein- und Mehrdimensionalität. Linie und Raum stehen im untrennbaren Verhältnis zueinander.

Schlingheiders Arbeiten zeugen von der Fähigkeit, eine Form von Emotionen und Bedeutungen zu lösen, sie von allem Ballast zu isolieren. Auf ihr Wesen reduziert und von jeglichem gefühlsgeladenen Kitsch befreit, eröffnet sich erst ihre kompromisslose Ästhetik, dann ihre unbegrenzten Interpretationsmöglichkeiten:

Schlingheiders Arbeiten sind Rahmen und Bild zugleich, Leerraum und Denkraum, Begrenzung und Freiraum.

So gegensätzlich die beiden künstlerischen Positionen Fujiwaras und Schlingheiders auf den ersten Blick scheinen, finden doch beide – in ihrer jeweiligen Definition von Präsenz im Raum – in Subtilität und Schönheit zueinander. Für beide steht die ästhetische Dimension ihrer Arbeiten im Vordergrund.

Utopians & Playgrounds zeigt einen wunderbar erfrischenden Blick auf sowohl figurative als auch abstrakte Arbeiten der Malerei, Skulptur und Installation und zelebriert in der komplexen Einfachheit ihrer jeweiligen Formsprachen ein bedingungsloses, ein absolutes Sein.

Pressemitteilung
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