abstract.

Enrico bach
Enne haehnle
Kristian Pettersen
maria schumacher

26.4.–2.6. 2018
galerie burster, berlin

Eröffnung: Donnerstag, 26. April 2018  19 – 21 h

Wir freuen uns, mit  abstract. die vier KünstlerInnen Enrico Bach, Enne Haehnle, Kristian Pettersen und Maria Schumacher nicht nur erstmals gemeinsam in einer Ausstellung zu vereinen, sondern mit ihnen auch zum ersten Mal zusammenzuarbeiten. So präsentiert abstract. – der Titel lässt es wohl erahnen – Arbeiten, die losgelöst und ganz ohne mimetischen Gegenstandsbezug, allein innere Relationen zu Form, Farbe, Raum und Nicht-Raum gelten lassen.

Aus der Fülle an Kompositionsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen wenn diese nicht durch ein abzubildendes Motiv vorgegeben sind, vereinen sich alle der vier gezeigten künstlerischen Positionen in Andeutungen – Gesten, die bedeuten können, aber nicht müssen:

Enne Haehnles Skulpturen und installative Arbeiten lassen eine dynamische Linienführung erkennen, die sich nach einiger Zeit der genauen Betrachtung erst zu Worten, dann Satzfragmenten formt, poetische Texte, in ihrer Dreidimensionalität aber nur aus bestimmten Perspektiven lesbar. So entfaltet sich in ihren Werken ein wechselndes Spiel aus Abstraktion und Lesbarkeit, das selbst innerhalb jeglicher Deutungsmöglichkeiten ungreifbar bleibt.

Enrico Bachs Malereien sind Selbstreflexion über grundsätzliche Fragen der Bildarchitektur: In seinen Bildkompositionen trifft Tiefenräumlichkeit auf Farbflächenmalerei und Zweidimensionalität auf räumliche Konstruktionen. So lassen Bachs geschichtete Farb- und Musterflächen die Illusion eines mehr oder weniger tiefen Raumes entstehen. Gleichzeitig lässt er das konventionelle Kompositionsmuster eines zentrierten Motivs hinter sich: Bildrand und Hintergrund werden zu tiefengebenden Gestaltungsebenen welche auf großflächige monochrome, aber nicht homogene Elemente treffen.

Die Illusion von Tiefe auf oder besser hinter der Leinwand lässt sich auch in Kristian Pettersens Wandobjekten und skulptural-installativen Arbeiten finden. Sein Werk zeichnet die direkte Auseinandersetzung mit Form, Material und Oberflächenbeschaffenheit aus. Auch seine Arbeiten agieren selbstreferenziell, entstanden aus einer Möglichkeit. Eine Andeutung auf das was sich dahinter verbirgt, das was einmal war – oder gewesen sein könnte.

In einem intuitiven Prozess entstehen oftmals auch Maria Schumachers Malereien. Ein vielschichtiger Schaffensprozess im Wechselspiel mit spontanen Gesten lassen die jeweilige Biografie ihrer Bilder entstehen, in der transparente, zarte Flächen von groben, fast rabiaten Gesten berührt, manchmal auch überschrieben werden. Schumacher lässt diese Momente und Berührungspunkte im Entstehungsprozess zu und damit eine Signatur entstehen, die sowohl Ende aus auch Anfangspunkt eines neuen Gestaltungsprozesses bedeuten kann.

So vereint abstract. die subjektive Auswahl von neu produzierten und bereits bestehenden Arbeiten von vier KünstlerInnen, deren Werke eine jeweilige Reaktion auf ihre spezifischen Fragestellungen und Untersuchungsweisen zu Nicht-Gegenstandsbezogener Kunst bedeuten.

abstract. bringt Malerei, Skulptur und Installation von vier künstlerischen Positionen zusammen, deren Werke aber nicht nur allein aus einer Fragestellung heraus generiert wurden – losgelöst von jeder Referenz zur konkreten Gegenständlichkeit stehen ihre Werke für sich selbst, pur und aus Lust an Farbe, Form, Raum, Nicht-Raum, Lust am So – Sein.

Einladung
Pressemitteilung